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Calvados…

ist die Bezeichnung für eine Spirituose die aus der Normandie stammt, genauer aus der Region „Calvados“ in Nordfrankreich. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um einen „Cidrebrand“. Die Herstellung ist komplex und nimmt einige Jahre in Anspruch. Zunächst muss der Apfelwein (franz. Cidre) erzeugt werden. Es sind lediglich 48 Apfelsorten zur Herstellung zugelassen und diese werden in der Regel in einem Verhältnis von 40 % süßen, 40 % bitteren und 20 % sauren Äpfel gemischt. Daraus entsteht dann in weiterer Folge zunächst der Apfelmost, welcher dann zum Cidre vergoren wird. Im Unterschied zu jenem Apfelwein der zum sofortigen Genuss vorgesehen ist, wird derjenige der später zum Calvados werden wird noch einige Zeit länger, etwa ein bis zwei Jahre, im Fass gelagert. Sobald der Cidre mit ca. 5 % Alkoholgehalt fertig gereift ist, wird er zur Destillation gebracht. Der Calvados wird zwei Mal gebrannt, wobei der erste Brand oder Rohbrand „petite eau“ genannt wird und der zweite als „Feinbrand“ bezeichnet wird. Der Alkoholgehalt des Feinbrands liegt bei ca. 70 % und wird nach der Destillation zwischen zwei und sechs Jahren in Eichen- oder Kastanienfässern gelagert. Beim Calvados werden 3 verschiedene Reifgrade unterschieden die nach Alter eingeteilt werden. Der jüngste ist der „vieille réserve“ (VO) mit vier Jahren, gefolgt vom V.S.O.P. („very special old pale“) mit fünf Jahren und schließlich der Erhabenste wird Napoleon oder X.O. („extra old“) mit mindestens sechs Jahren Lagerzeit seinen Beizeichnungen durchaus gerecht. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Calvados im Alter an Aroma gewinnt was sich auch an der intensiveren Farbe erkennen lässt.

Die Herstellungsvoraussetzungen sind sehr streng und werden von der INAO festgesetzt. Nur Brände mit dem Siegel „AOC“ (Apellation d’Origine Controlée) sind tatsächlich zertifizierte Calvados. Alle anderen Apfelbrände müssen anders bezeichnet werden.

Der Calvados wird besonders gerne als Aperitif getrunken oder in Frankreich auch gerne einmal zwischen den Mahlzeiten. In diesem Sinne: Faire le trou normand.

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Letzte Änderung des Artikels: 2010-04-27 02:16
Autor: Christoph Tischler

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