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Japaner trinken wieder Shōchū

Auch im Land der aufgehenden Sonne hat man sich der wohltuenden Wirkung von Spirituosen nicht verschlossen. Und so wie man es von den Japanern gewöhnt ist, wird auch bei der Herstellung von Shōchū ein gepflegter Perfektionismus an den Tag gelegt. Demnach ist Shōchū ein hochprozentiges, alkoholisches Getränk das aus verschiedenen Grundstoffen hergestellt werden kann. Zur Herstellung werden Gerste, Süßkartoffel, Zuckerrohr oder auch Reis herangezogen, seltener auch Buchweizen oder Milch. Hinzu kommt der Koji, jener Schimmelpilz, welcher auch zur Herstellung von Sake benutzt wird. Nach einigen Wochen der Fermentation wird ein oder zweimal destilliert und danach für mehrere Monate gelagert. Shōchū ist keines Falls mit Sake, dem nicht destillierten Reiswein zu verwechseln. Der Alkoholgehalt liegt zumeist bei etwa 25 Prozent, kann Fallweise aber auch bis zu 43 Prozent betragen. Originär kommt dieses Getränk aus China beziehungsweise Korea. Der Geschmack hängt naheliegenderweise sehr stark von den verwendeten Grundzutaten ab. Je nachdem wie oft destilliert wird, wird der Shōchū geschmacksneutraler und daher häufig als Basis für Mischgetränke oder Cocktails herangezogen, da andere Aromen die zur Verwendung kommen nicht überlagert werden. Den öfter destillierten, höher prozentigen Schnaps bezeichnet am als „Koshu Shōchū“, denjenigen mit geringerem AlkoholanteilOtsushu Shōchū“. In Japan erlebt dieses Getränk einen zweiten Frühling und ist insbesondere in der Jugendkultur sehr beliebt. Die Qualität kann so wie bei allen Bränden unterschiedlich sein und variiert je nach Herstellungsweise, Zutaten und Lagerungszeit.

Zusammenfassend darf man somit auf jeden Fall empfehlen, sich, bei sich bietender Gelegenheit, ein Schälchen dieses wunderbaren Getränks zu genehmigen und somit den besonderen Geschmack von Shōchū kennen zu lernen.

 

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Letzte Änderung des Artikels: 2010-04-18 01:26
Autor: Christoph Tischler

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